Rund 14 Monate nach der Regierungsübernahme stellt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sein Kabinett neu auf: Gesundheitsministerin Nina Warken soll künftig das Kanzleramt leiten, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann übernimmt das Gesundheitsressort, Philipp Amthor zieht als Staatsminister für die Bund-Länder-Zusammenarbeit ins Kanzleramt.

Die Personalentscheidungen, die Merz am Donnerstagmorgen um 9.00 Uhr im Kanzleramt verkündete, waren nach wochenlangen Spekulationen erwartet worden. Aus dem Umfeld des Kanzlers hieß es: "Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekanntgeben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind." Noch am Mittwoch hatte Merz im ZDF eine umfassende Neuaufstellung angedeutet: "Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken."

Im Zentrum des Umbaus steht Nina Warken. Die 47 Jahre alte Juristin und Mutter von drei Kindern, die seit 2013 mit kurzer Unterbrechung im Bundestag sitzt, wechselt aus dem Gesundheitsministerium an die Spitze des Kanzleramts. Dort hatte sie in den ersten knapp 15 Monaten der schwarz-roten Koalition allerdings keinen leichten Stand – als Gesundheitsministerin galt ihre Berufung 2025 als Überraschung. Mit ihrer Berufung wird sie nach den Worten von Merz "in das deutsche Bundeskanzleramt zum ersten Mal in der Geschichte unseres Landes eine Frau einziehen als die Chefin des Bundeskanzleramtes".