Greenbelt, Maryland, 4. Juni 2026

John Bolton, ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater von Donald Trump, will sich in dem Strafverfahren um die unrechtmäßige Aufbewahrung geheimer Regierungsdokumente in einem Punkt schuldig bekennen, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten.

Was die Vereinbarung vorsieht

Nach Informationen von CNN und der New York Times hat Bolton mit der Staatsanwaltschaft eine außergerichtliche Vereinbarung getroffen. Demnach wird er sich am 26. Juni vor einem Bundesgericht in Greenbelt im US-Bundesstaat Maryland in einem der insgesamt 18 Anklagepunkte schuldig bekennen. Die übrigen Vorwürfe würden im Rahmen der Vereinbarung fallen gelassen. Die Richterin oder der Richter muss dem Deal noch zustimmen.

Die Anklage gegen Bolton war im Oktober 2025 erhoben worden. Damals hatte er sich noch in allen Punkten als nicht schuldig erklärt. Die Anklageschrift warf ihm vor, Verschlusssachen in seiner Privatwohnung verwahrt und über E-Mail an zwei nicht autorisierte Personen weitergegeben zu haben. Laut US-Justizministerium enthielten die Dokumente "Informationen über künftige Anschläge, ausländische Gegner und außenpolitische Beziehungen". Die beiden Empfänger wurden in der Anklage nicht namentlich genannt; nach US-Medienberichten soll es sich um Boltons Frau und seine Tochter handeln.