In Italien sind am Sonntag neue Vorschriften für Geschwindigkeitsmessgeräte in Kraft getreten, woraufhin rund 850 der etwa 4.000 installierten Radarfallen vorübergehend abgeschaltet werden mussten.

Hintergrund des Dekrets

Das im Juni verabschiedete und inzwischen im Amtsblatt veröffentlichte Dekret des Verkehrsministeriums sieht vor, dass Geschwindigkeitsmessgeräte künftig über eine formelle Typgenehmigung verfügen müssen. „850 Anlagen erfüllen aufgrund ihres Alters die neuen Anforderungen jedoch nicht und müssen abgeschaltet werden“, heißt es in der Mitteilung. Für die übrigen rund 3.150 bereits installierten Geräte gelten Übergangsregelungen.

Hintergrund des Dekrets ist ein jahrzehntelanger Rechtsstreit um die Zulassung von Blitzern. „Tatsächlich begnügte sich das Verkehrsministerium jedoch über Jahre mit einer einfacheren Zulassung“, wie aus dem Bericht hervorgeht. Der italienische Oberste Gerichtshof hatte in mehreren Urteilen klargestellt, dass die beiden Zulassungsverfahren rechtlich nicht gleichwertig sind.