In Italien ist am Montag eine neue Regelung in Kraft getreten, die Autofahrern bei erheblichen baustellenbedingten Verspätungen auf Autobahnen eine teilweise oder vollständige Rückerstattung der Mautgebühren ermöglicht.
Die von der rechten Regierung in Rom vorangetriebene Verordnung verpflichtet die Autobahnbetreiber, die Maut zu erstatten, wenn die normale Fahrzeit aufgrund von Baustellen deutlich überschritten wird. Verkehrsminister Matteo Salvini sprach von einem „Wendepunkt“ für die Durchsetzung von Fahrerrechten.
Die Regelung gilt grundsätzlich auch für ausländische Fahrer, wie der deutsche Automobilclub ADAC bestätigte. Allerdings ist für die Registrierung in der entsprechenden App eine italienische Steuernummer erforderlich, was von Automobilclubs als Hürde kritisiert wird.
So funktioniert die Rückerstattung
Die Höhe der Erstattung richtet sich nach der Dauer der Verzögerung und der Länge der zurückgelegten Strecke. Bei Fahrten bis 30 Kilometer besteht der Anspruch unabhängig von der Verspätungsdauer. Für Strecken zwischen 30 und 50 Kilometern muss die Verzögerung mindestens 10 Minuten betragen, bei Strecken über 50 Kilometer sind es mindestens 15 Minuten.
