Angriffe der Huthi-Miliz auf den Schiffsverkehr im Roten Meer haben am 27. Juli 2026 dazu geführt, dass vier Tanker die Seestraße verließen und der Ölpreis spürbar nachgab.

Die Lage an der für den globalen Ölhandel zentralen Meerenge Bab al-Mandab bleibt angespannt. Wie der Deutschlandfunk unter Berufung auf Schifffahrtskreise berichtete, verließen am Sonntag vier Schiffe das Rote Meer. Darunter befand sich nach Angaben der Sender ein sogenannter VLCC – ein Very Large Crude Carrier – unter der Flagge Hongkongs, der zwei Millionen Barrel saudisches und emiratisches Rohöl nach China transportieren sollte.

Der massive Ausbruch aus der Route ist eine direkte Reaktion auf die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz, die seit der Ausweitung des Iran-Krieges auf das Rote Meer ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf Handelsschiffe intensiviert hat. Die Huthi greifen aus dem Jemen heraus Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab und im Roten Meer an und begründen dies mit Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen. Die Angriffe haben die Passagen für einen Großteil der internationalen Tankerflotte unsicher gemacht.