Greenpeace und der Samariterbund haben die österreichische Bundesregierung aufgefordert, den Hitzeschutz der Bevölkerung ernst zu nehmen und gesetzlich zu verankern, und dabei auf steigende Gesundheitsrisiken durch Hitzewellen verwiesen.

In einer gemeinsamen Erklärung warnten die beiden Organisationen vor den Folgen der Erderhitzung auch in Österreich. „Die Folgen der Erderhitzung seien auch in Österreich deutlich spürbar, teilten sie mit. Hitzewellen würden zunehmen, länger dauern und die Gesundheit der Menschen gefährden." Die Verbände sehen dringenden Handlungsbedarf auf bundespolitischer Ebene.

Laut dem Hitze-Mortalitätsmonitoring der AGES sind im Sommer des Vorjahres 449 Menschen an Hitze in Österreich gestorben. Diese Zahl unterstreiche die Dringlichkeit politischer Maßnahmen, betonten die Organisationen. Besonders betroffen seien ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere sowie Kinder.

Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit

Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace in Österreich, forderte langfristige Maßnahmen von der Bundesregierung: „Es braucht dringend langfristige Maßnahmen von der Bundesregierung: mehr Geld für Gebäudesanierungen, mehr Grün in unseren Städten und ein sozial gerechtes Mietsystem, das Mietminderungen bei mangelhaftem Hitzeschutz gesetzlich verankert."

Dengler kritisierte zudem, dass eine im Regierungsprogramm angekündigte Reform der Mietzinsbildung bislang nicht umgesetzt sei: „Eine Reform der Mietzinsbildung hätte die Bundesregierung im Regierungsprogramm versprochen - Ergebnisse würden bis dato nicht auf dem Tisch liegen."