Damaskus, 18 August 2026

Ein Gericht in der syrischen Hauptstadt Damaskus hat am Dienstag den Cousin des gestürzten syrischen Machthabers Bashar al-Assad, Wassim al-Assad, wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt.

Wassim al-Assad, ein Cousin des früheren syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, wurde nach Angaben syrischer Justizkreise von einem Gericht in Damaskus zum Tode verurteilt. Das Urteil fiel am Dienstag und knüpft an eine Serie von Prozessen gegen hochrangige Vertreter des früheren syrischen Machtapparats an. Wassim al-Assad gilt als eine der wichtigsten Figuren des alten Regimes und soll während des syrischen Bürgerkriegs eine zentrale Rolle in Sicherheits- und Milizstrukturen gespielt haben.

Die Verurteilung ereignet sich vor dem Hintergrund eines tiefgreifenden politischen Umbruchs in Syrien. Nach dem Sturz des Assad-Regimes haben neue Machthaber die Kontrolle in Damaskus übernommen und gehen seitdem mit juristischen Mitteln gegen Repräsentanten des früheren Systems vor. Die Verfahren sollen nach Angaben der Übergangsbehörden sowohl der Aufarbeitung als auch der Abschreckung dienen. Ein konkreter Termin für die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Wassim al-Assad wurde bisher nicht öffentlich bekannt.