Paris, 08 Juli 2026
Nach den rassistischen Beleidigungen der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla de Boccia gegen den französischen Fußballstar Kylian Mbappé hat der Französische Fußballverband (FFF) Strafanzeige erstattet, während die Pariser Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Aufstachelung zum Hass eröffnete.
Der Fall hat die höchsten politischen Ebenen beider Länder erreicht und eine diplomatische Verstimmung zwischen Paris und Asunción ausgelöst. Auslöser war das WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich am vergangenen Samstag, das Frankreich in Philadelphia mit 1:0 gewann. Nach der hitzigen Partie hatte Mbappé, der während des Spiels wiederholt hart attackiert worden war, dem paraguayischen Torwart Orlando Gill den Handschlag verweigert und mit einer provokanten Geste gefeiert.
Daraufhin griff die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia den Stürmer von Real Madrid in den sozialen Medien mit einer wüsten Schimpftirade an. Sie bezeichnete Mbappé unter anderem als „Trottel", der „nicht mal schreiben gelernt" habe. In weiteren Posts schrieb sie, er sei ein „kolonisierter Kameruner", der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich". Zudem beleidigte sie ihn mit den Worten: „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen."
