Die FIFA hat die nach einer Roten Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun verhängte Spielsperre nach einem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino ausgesetzt und Balogun damit für das WM-Achtelfinale gegen Belgien in Seattle spielbereit gemacht.

Die USA verloren die Partie am Dienstag in Seattle mit 1:4 gegen Belgien und schieden damit aus der Weltmeisterschaft aus. Alle drei Gastgeberländer des Turniers – die USA, Kanada und Mexiko – sind damit in der Runde der letzten 16 ausgeschieden. Balogun, 25 Jahre alt und Stürmer bei AS Monaco, stand nach der Entscheidung der FIFA-Disziplinarkommission in der Startelf und kam über die volle Spielzeit zum Einsatz.

Hintergrund: Der Anruf aus dem Oval Office

Vorausgegangen war ein Telefonat zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino, das Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Oval Office bestätigte. Trump sagte, er habe lediglich eine Überprüfung gefordert, weil er die Szene nicht für ein Foul gehalten habe: „Ich habe lediglich eine Überprüfung gefordert, weil ich es nicht für ein Foul hielt, und ich kenne mich mit solchen Dingen aus.“ Zudem erklärte Trump, Baloguns Aktion sei „noch nicht einmal ein Foul gewesen“. Er habe mit einem „hoch angesehenen Mann“ gesprochen, „dessen Ansehen sich verzehnfacht hat“.