Die FPÖ hat am Montag in einer Pressekonferenz den geplanten Doppelvoranschlag 2027/28 der Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS scharf kritisiert und ihre Ablehnung im Nationalrat angekündigt.

Budgetsprecher Arnold Schiefer bezeichnete das vorliegende Budget als unzureichend. Das vorliegende Budget löse "keines der eigentlichen Probleme", sagte er. Statt die drängenden Strukturfragen anzugehen, würden vor allem auf der Einnahmenseite neue Belastungen geschaffen, während echte Einsparungen auf der Ausgabenseite fehlten.

Schiefer sagte, mit den Plänen von ÖVP, SPÖ und NEOS würden Schulden und Zinszahlungen weiter steigen, "die großen Reformen fehlen". Die geplanten Maßnahmen seien aus Sicht der Freiheitlichen ein "linke Tasche, rechte Tasche"-Spiel. Damit werde lediglich Geld umgeschichtet, ohne die Ursachen der budgetären Schieflage zu bekämpfen.

Schiefer warnt vor Staatswirtschaft

Konkret warnte Schiefer, dass die Republik auf eine Staatswirtschaft zusteuere. Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Sektor bezifferte er auf "über einer Million Menschen". Hinzu kämen 50.000 oder 55.000 Polizisten. Angesichts anstehender Pensionierungswellen in der Verwaltung sieht der FPÖ-Budgetsprecher erhebliches Einsparungspotenzial, ohne den Personalstand in der Exekutive antasten zu wollen.