Die österreichische Finanzpolizei hat im Vorjahr 1.327 aus dem Ausland heraus operierende Betriebe in Österreich auf Lohn- und Sozialdumping kontrolliert, wie aus einer am Samstag veröffentlichten Aussendung des Finanz- und Sozialministeriums hervorgeht.

Bei den Inspektionen überprüften die Einsatzkräfte insgesamt 3.691 entsandte oder überlassene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dabei kam es zu 274 Verdachtsfällen wegen zu niedriger Entlohnung, was laut Ministerium rund acht Prozent der kontrollierten Beschäftigten entspricht.

Die Finanzpolizei beantragte im Vorjahr Geldstrafen in Höhe von rund 5,37 Millionen Euro. Im Vergleich zum vorherigen Beobachtungszeitraum stiegen die ausgesprochenen Geldstrafen an, während die Zahl der Verdachtsfälle nach Angaben der Ministerien stabil blieb. Allein 433 Strafanträge entfielen auf das Nichtbereithalten oder Nichtbereitstellen von Lohnunterlagen.