Wien, 24 August 2026
Österreichs Finanzminister Markus Marterbauer hat sich skeptisch gegenüber Vorschlägen zur Einführung einer EU-weiten Spritpreisbremse geäußert und gemeinsam mit fünf EU-Amtskollegen einen Brief zu Übergewinnsteuern für Energiekonzerne unterzeichnet.
Im Ö1-„Morgenjournal" vom Montag wurde Marterbauer mit deutlicher Skepsis zu Überlegungen für eine europaweite Spritpreisbremse zitiert. Der Minister verwies auf die Komplexität eines solchen Eingriffs und betonte, dass nationale Maßnahmen besser geeignet seien, um Preisschwankungen an den Zapfsäulen abzufedern. Eine pauschale EU-weite Bremse würde seiner Einschätzung nach erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Fragen aufwerfen.
Gleichzeitig hat Marterbauer einen Brief an die irische EU-Ratspräsidentschaft mitunterzeichnet, in dem eine EU-weite Besteuerung sogenannter windfall profits – also außerordentlicher Gewinne – von Energieunternehmen gefordert wird. Dieser Schritt zielt darauf ab, krisenbedingte Übergewinne abzuschöpfen und die Einnahmen gezielt für die Entlastung von Haushalten sowie für Investitionen in erneuerbare Energien zu verwenden. Die Initiative ist Teil der laufenden Debatte über faire Energiepreise in Europa.
