Berlin, 17 Juli 2026

Die EU-Kommission hat am Freitag in Brüssel eine Reform des europäischen Emissionshandels (ETS) vorgeschlagen, die das Tempo der CO2-Reduktion ab 2031 deutlich verlangsamt und die Gratis-Zuteilung von Zertifikaten an energieintensive Industrien bis 2038 verlängert.

Hintergrund: So funktioniert der Emissionshandel

Die EU-Kommission hat am Freitag in Brüssel ihre lang erwarteten Pläne für eine Reform des europäischen Emissionshandels (ETS) vorgelegt. Kern des Vorschlags ist eine deutliche Verlangsamung des Tempos, mit dem die Zahl der verfügbaren CO2-Zertifikate künftig sinken soll. Der jährliche lineare Reduktionsfaktor soll von 4,4 Prozent auf 3,7 Prozent in den Jahren 2031 bis 2035 und auf 1,7 Prozent ab 2036 zurückgehen, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. „Die Gesamtzahl verfügbarer Rechte für den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) soll langsamer abnehmen als bislang geplant, wie die Brüsseler Behörde vorschlägt."