Die EU-Drogenagentur (EUDA) hat am Dienstag in Lissabon ihren Jahresbericht vorgestellt und vor einer wachsenden Zahl drogenbedingter Todesfälle sowie einer rapiden Zunahme neuer psychoaktiver Substanzen in Europa gewarnt.
Opioide, meist in Kombination mit anderen Substanzen, sind nach wie vor die häufigste Ursache drogenbedingter Todesfälle in Europa. Die EUDA schätzt die Zahl der Überdosierungen im Jahr 2024 auf mindestens 7.600, nach knapp 7.500 im Jahr 2023. Damit setzt sich der seit Jahren beobachtbare Aufwärtstrend fort, während traditionelle Drogen wie Cannabis, Kokain und Heroin weiterhin weit verbreitet sind.
Im vergangenen Jahr wurden in Europa erstmals 50 neue psychoaktive Substanzen registriert. Insgesamt überwacht die Agentur inzwischen 1.050 solcher Stoffe. Jede Woche werde eine neue psychoaktive Substanz (NPS) entdeckt, heißt es in dem Bericht. Diese hochwirksamen Stoffe können bereits in geringen Mengen lebensgefährlich sein.
