Das Bundeskriminalamt hat am Donnerstag den Drogenbericht 2025 vorgelegt, wonach die Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz in Österreich leicht gesunken sind, während sichergestellte Mengen – vor allem Cannabis und Ecstasy – gestiegen sind.

Im vergangenen Jahr wurden rund 36.800 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz (Verbrechen und Vergehen) erstattet – ein leichter Rückgang von 1,4 Prozent. Daniel Lichtenegger, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität des Bundeskriminalamts, erklärte, die Zahl der Anzeigen habe immer Schwankungen: "Wir waren schon bei über 40.000, aber auch schon bei 20.000 Anzeigen - und das bei gleichem Personalstand", so Lichtenegger. Dass die Anzeigen gesunken, die sichergestellten Mengen aber gestiegen seien, habe mit großen Einzelsicherstellungen zu tun.

Insgesamt wurden etwa fast drei Tonnen Cannabis und mehr als 113.000 Ecstasy-Tabletten beschlagnahmt. Möglich wurden diese Mengen auch durch einzelne Großaufgriffe – etwa die Sicherstellung von 40.000 Ecstasy-Tabletten auf einen Schlag. Cannabis bleibt damit die mit Abstand dominierende Substanz auf dem österreichischen Markt.