Seit der Teillegalisierung von Cannabis am 1. April 2024 ist die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Cannabis-Vergiftungen und -Psychosen in Deutschland deutlich gestiegen, wie eine neue Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt.

Seit dem 1. April 2024 dürfen Erwachsene in Deutschland Cannabis legal besitzen und anbauen. Knapp zwei Jahre später legt eine Hamburger Studie nun erste empirische Befunde zu den gesundheitlichen Folgen dieser Teillegalisierung vor. Die Forschenden kommen zu einem klaren Ergebnis: Die Zahl der Klinikaufnahmen, die auf Cannabis zurückgehen, ist messbar gestiegen – obwohl die Zahl der Konsumierenden insgesamt kaum zunahm.

Für die im Fachblatt "Deutsches Ärzteblatt" veröffentlichte Analyse wertete das Team um Jakob Manthey vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Leipzig rund 77.000 Krankenhauseinweisungen zwischen Januar 2022 und September 2025 aus. Die Daten stammen aus dem Forschungsprojekt "Ekocan", das vom Bundesgesundheitsministerium finanziert wird. Die Studie wurde am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung des UKE durchgeführt.