Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) in Schönefeld ist am Freitag eine neue Einrichtung für beschleunigte Asylverfahren an der EU-Außengrenze eröffnet worden, die unter dem Namen „Außengrenzeinrichtung des Landes Brandenburg" 40 Plätze umfasst.
Die neue Anlaufstelle ist Teil des europäischen Asyl- und Migrationspakts, den die Europäische Union in den vergangenen Jahren reformiert hat. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelt es sich um „den nächsten wichtigen Schritt auf europäischer Ebene". Mit dem Start des Pakts sollen schwierige Asylfälle künftig direkt an der Außengrenze geprüft werden, um bestimmte Asylsuchende mit Gefährdungspotenzial und von vornherein aussichtsloser Bleibeperspektive gar nicht erst weiter nach Deutschland einreisen zu lassen. Der BER-Airport zählt laut Ministerium ausdrücklich zu den Außengrenzstandorten.
Hintergrund: Der europäische Asyl- und Migrationspakt
An der Eröffnung nahmen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der brandenburgische Innenminister Redmann und der brandenburgische Sozialminister René Wilke (SPD) teil. In Sichtweite des Regierungsterminals für Staatsgäste am Willy-Brandt-Flughafen der Hauptstadtregion gelegen, soll die Einrichtung Asylanträge von Menschen bearbeiten, die per Flugzeug ankommen und nach der Landung einen Asylantrag stellen. Geprüft wird in einem beschleunigten Verfahren.
