Berlin, 06 Juni 2026

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hat ein schrittweises Ende der Binnengrenzkontrollen in Deutschland und acht weiteren Schengen-Staaten gefordert, während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) an den verschärften Kontrollen an den deutschen Staatsgrenzen festhalten will.

Die Debatte über die Zukunft des Schengenraums spitzt sich wenige Tage vor dem Inkrafttreten der europäischen Asylreform zu. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sprach sich dafür aus, die Binnengrenzkontrollen in den neun Staaten, die sie derzeit noch durchführen, schrittweise zurückzufahren – „möglich und auch angebracht – so auch in Deutschland“. Äußerungen, die er in Luxemburg sowie in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe machte.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) widersprach dieser Forderung. Er wolle an den Grenzkontrollen festhalten, da diese eine „deutlich positive Wirkung auf das gesamte Migrationsgeschehen“ gehabt hätten. Dobrindt hatte unmittelbar nach dem Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung verschärfte Kontrollen an den Staatsgrenzen angeordnet.