Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und sein österreichischer Amtskollege Gerhard Karner (ÖVP) haben sich nach einem Gespräch in Berlin darauf geeinigt, die bestehenden Grenzkontrollen zwischen ihren Ländern fortzusetzen.

Die Innenminister beider Länder sprachen am Dienstag in der Bundeshauptstadt über die Lage an der gemeinsamen Grenze und über die Auswirkungen der europäischen Asylpolitik. Anschließend erklärten Dobrindt und Karner, die Kontrollen sollten mindestens so lange bestehen bleiben, bis klarer erkennbar sei, welche Wirkungen die EU-Asylreform entfalte. Die im Juni in Kraft getretene EU-Asylreform bildet den Rahmen, vor dem die Regierungschefs ihre Migrationspolitik bewerten.

Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich gibt es seit 2015. In den vergangenen Jahren wurden sie mehrfach verlängert. Inzwischen führt Deutschland nach Angaben beider Minister an allen Außengrenzen zu seinen Nachbarstaaten Kontrollen durch. Die Maßnahmen sind innerhalb der Europäischen Union grundsätzlich nur als Ausnahme und zeitlich befristet zulässig.