Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson hat im zweiten Quartal 2026 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn eingebüßt und damit den Abschied seines langjährigen Chefs Börje Ekholm überschattet, der Ende September von Per Narvinger abgelöst werden soll.

Ericsson verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz von rund 52,7 Milliarden Kronen, was einem Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Nettogewinn lag mit knapp 4,1 Milliarden Kronen sogar um zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten verfehlt, die im Durchschnitt mit etwas höheren Erlösen gerechnet hatten.

Als Hauptgrund für die schwache Bilanz nannte das Unternehmen steigende Komponentenkosten. „Im zweiten Quartal haben wir Maßnahmen ergriffen, um den Anstieg der Komponentenkosten abzufedern“, erklärte der scheidende CEO Börje Ekholm laut einer Unternehmensmitteilung. Zugleich kündigte Ericsson an, auch 2026 weiter an internen Maßnahmen und Preisanpassungen zu arbeiten, um den Kostendruck aufzufangen.

Ursachen: Komponentenkosten und schwache 5G-Nachfrage

Hintergrund der Geschäftsentwicklung ist eine seit Jahren schwache Nachfrage der Netzbetreiber nach Telekommunikationsausrüstung. Die einst erwarteten Investitionen in den Ausbau der 5G-Netze seien weitgehend ausgeblieben, teilte das Unternehmen mit. Ericsson hatte bereits im laufenden Jahr mit einem umfassenden Sparprogramm reagiert und weltweit rund 5.000 Stellen abgebaut.