Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will die derzeitigen stationären Grenzkontrollen an den deutschen Außengrenzen mindestens bis Mitte März 2027 aufrechterhalten, während der Deutsche Städtetag und einzelne Landesregierungen ein Ende der Maßnahmen fordern.
Hintergrund der laufenden Debatte ist ein Aufruf des Deutschen Städtetags von Ende Juni, in dem der Verband die Bundesregierung aufgefordert hatte, die stationären Grenzkontrollen bis Mitte September auslaufen zu lassen. Der Städtetag verwies auf erhebliche Belastungen des Alltags und der Wirtschaft in den Grenzregionen, etwa durch längere Wege, Staus und zusätzlichen Verwaltungsaufwand für Unternehmen mit grenzüberschreitender Tätigkeit.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte nun an, die Kontrollen mindestens bis Mitte März 2027 fortsetzen zu wollen. Zur Begründung verwies er auf die anhaltende Migrationslage und die Notwendigkeit, irreguläre Einreisen weiter zu begrenzen. Eine entsprechende Entscheidung müsse mit den europäischen Nachbarn abgestimmt werden, hieß es aus dem Bundesinnenministerium.