In Österreich nimmt die politische Debatte um eine Ausweitung der Spritpreisbremse wieder Fahrt auf, nachdem Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer gegenüber Ö1 und SN eine tägliche Beobachtung der Lage ankündigte und erste Verhandlungen aus Koalitionskreisen angekündigt wurden.
Hintergrund: Preisrallye und Krieg in Iran
Hintergrund der Diskussion ist die erneute Eskalation im Iran-Krieg, die die Öl- und Spritpreise zuletzt wieder stark steigen ließ. Lag der bundesweite Median für Benzin in der Woche vor Beginn des Iran-Kriegs im Februar noch bei 1,52 Euro pro Liter, erreichte er am Höhepunkt der Preisrallye Ende März rund 1,9 Euro. Am Dienstag kostete Benzin laut E-Control-Daten im österreichweiten Median 1,864 Euro.
Die im April eingeführte 10-Cent-Spritpreisbremse, die aus Mineralölsteuer-Senkung und Margenbegrenzung bestand, hatte den Anstieg zwischenzeitlich gedämpft. Die Margenbegrenzung bei Spritpreisen, die in Wirtschaftskreisen für viel Aufregung sorgte, wurde bereits Anfang Juni von der Regierung aufgehoben. Die Senkung der Mineralölsteuer (MÖSt) für Juli im Rahmen einer monatlichen Verordnung beträgt nur mehr 0,8 Cent je Liter.
