Berlin, 10 Juli 2026

Der Deutsche Bundestag hat am Freitag mit den Stimmen der Koalition aus CDU/CSU und SPD das Beitragssatzstabilisierungsgesetz verabschiedet, das die gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr um 18,8 Milliarden Euro entlasten und einen Anstieg der Beitragssätze verhindern soll.

Hintergrund: Wachsende Ausgaben, leerer Tresor

Das Gesetzespaket, das noch am selben Tag auch den Bundesrat passierte, ist die erste große Reform der seit Mai 2025 amtierenden schwarz-roten Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte das Vorhaben in den vergangenen Wochen mehrfach nachgeschärft und das ursprüngliche Sparziel von 16,3 Milliarden Euro um weitere 2,5 Milliarden Euro erhöht. Hintergrund sind Ausgabensteigerungen der gesetzlichen Krankenkassen, die im ersten Quartal 2026 mit plus acht Prozent noch rasanter ausfielen als erwartet. Im vergangenen Jahr hatten die Kassen insgesamt rund 336 Milliarden Euro ausgegeben.