Berlin, 06 Juli 2026

Die schwarz-rote Koalition verhandelt vor der geplanten Verabschiedung des Sparpakets für die gesetzliche Krankenversicherung in dieser Woche letzte Änderungen am Entwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU).

Ziel der Reform ist, die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben zu entlasten, um neue Beitragserhöhungen zu verhindern. Hintergrund ist ein höheres Defizit, das nach Angaben aus Koalitionskreisen 18,8 Milliarden Euro beträgt. Die Koalition strebt an, das Sparpaket in dieser Woche im Bundestag zu beschließen; die Abstimmung ist für Donnerstag oder Freitag vorgesehen.

Nach Medienberichten hat Warken den Entwurf in mehreren Punkten angepasst. So soll unter anderem die kostenfreie Mitversicherung von Ehe- und Lebenspartnern eingeschränkt, aber mit breiteren Ausnahmen versehen werden. Demnach sollen Eltern mit Kindern bis einschließlich elf Jahren ausgenommen sein; ursprünglich sollte die Grenze bei sechs Jahren liegen.