Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf des Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) beschlossen, mit dem unter anderem das Faxgerät bis Herbst 2029 aus Arztpraxen verbannt und eine elektronische Arztüberweisung eingeführt werden soll.

GeDIG: Digitalisierungsschub fürs Gesundheitswesen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) machte bei der Vorstellung deutlich: "Wir haben viel über das Sparen diskutiert, aber es muss auch endlich grundlegende Strukturveränderungen geben. Mit diesem Gesetz schaffen wir wesentlich mehr Digitalisierung im Gesundheitswesen und bauen gleichzeitig überflüssige Berichts- und Nachweispflichten ab." Warken betonte zugleich, dass es "eben nicht mehr den Arztbrief per Post oder per Fax gibt, sondern eben auch nur digital durch ein sicheres E-Mail-Angebot KIM".

Im sogenannten Entlastungskabinett brachte sie am Mittwoch ihren Entwurf für das GeDIG auf den Weg. Das Entlastungskabinett ist eine regelmäßige Schwerpunktsitzung des Kabinetts, die auf Initiative von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) stattfand und das Ziel verfolgt, Bürokratiekosten bis Ende der Legislaturperiode im Jahr 2029 um 16 Milliarden Euro pro Jahr zu senken – das entspricht rund 25 Prozent der gesamten Bürokratiekosten.