Die Bundesregierung will mit einem zweiten Entlastungskabinett an diesem Mittwoch weitere Schritte zum Abbau von Bürokratie auf den Weg bringen und dabei jährliche Entlastungen von rund 600 Millionen Euro anstoßen.
Seit Beginn der Agenda summieren sich die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Senkung von Bürokratie- und Befolgungskosten nach Angaben aus Regierungskreisen auf 9,8 Milliarden Euro pro Jahr. Mit dem für Mittwoch geplanten Kabinettstreffen der schwarz-roten Koalition sollen nun zusätzliche Erleichterungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro jährlich angestoßen werden. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte, die Regierung habe beim Bürokratieabbau mittlerweile „Tempo aufgenommen“.
Ein zentraler Baustein ist die sogenannte Genehmigungsfiktion: Künftig sollen Anträge automatisch als genehmigt gelten, wenn die zuständige Behörde nicht innerhalb von vier Monaten entschieden hat. Damit soll die Verwaltung unter Zugzwang geraten und Verfahren deutlich beschleunigt werden. Wirtschaftsverbände sehen darin einen längst überfälligen Schritt.
