Das Bundesarbeitsministerium bereitet einen Entwurf vor, nach dem Bäckereien und Konditoreien in Deutschland ab dem 1. Januar 2027 bis zu acht Stunden am Sonntag öffnen dürfen, während Kirchen, Gewerkschaften und der Handel mit unterschiedlichen Positionen auf den Vorstoß reagieren.

Die Bundesregierung plant, die Sonntagsöffnungszeiten für Bäckereien und Konditoreien deutlich auszuweiten. Wie aus einem Entwurf des Bundesarbeitsministeriums hervorgeht, sollen diese Geschäfte künftig bis zu acht Stunden am Sonntag Waren verkaufen dürfen. Das Vorhaben ist Teil einer geplanten Änderung, die zum 1. Januar 2027 in Kraft treten soll.

Hintergrund des Vorhabens ist der seit Jahren anhaltende Druck aus dem Einzelhandel, der sich angesichts sinkender Kundenfrequenzen in den Innenstädten attraktivere Angebote wünscht. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, sagte der „Bild“-Zeitung: „Einkaufen ist auch Freizeiterlebnis“. Sonntagsöffnungen hielten die Innenstädte attraktiv und belebten die Innenstädte. Der Handel müsse selbst entscheiden können, wann sich eine Öffnung lohne.