Berlin, 30 Juni 2026
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat der AfD in einem am 26. Juni datierten Brief eine Kooperation bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vorgeschlagen, wie aus dem Schreiben hervorgeht, das mehreren Nachrichtenredaktionen vorliegt.
Inhalt des Briefes
Den Brief, der zuerst von der Bild-Zeitung berichtet wurde und sich im Besitz mehrerer Agenturen sowie des Tagesspiegel befindet, haben die beiden BSW-Parteivorsitzenden Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi sowie der BSW-Generalsekretär unterzeichnet. Adressiert ist das Schreiben an die AfD-Parteispitze, namentlich Alice Weidel und Tino Chrupalla. Nach Angaben der AfD ging der Brief am Montagnachmittag ein – allerdings an einer falschen Adresse auf dem Briefkopf.
Kern des Angebots ist die Ablösung der amtierenden Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern durch überparteiliche Kandidaten, die in den Landtagen mit wechselnden Mehrheiten regieren sollen, einschließlich der AfD. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist unser Wahlziel die Abwahl der Amtsinhaber und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die in den Landtagen mit wechselnden Mehrheiten regieren unter Einbindung der AfD." Das BSW schlägt damit ein in Deutschland bislang nicht erprobtes Regierungsmodell vor.
