EU-Innenkommissar Magnus Brunner hat vor dem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg ein schrittweises Ende der Binnengrenzkontrollen im Schengen-Raum gefordert, während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ein Aus ablehnt.

EU-Innenkommissar Magnus Brunner hat sich vor dem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg für ein schrittweises Ende der Binnengrenzkontrollen im Schengen-Raum ausgesprochen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, schrittweise von diesen Grenzkontrollen wegzugehen“, sagte Brunner laut der Sendung. Er betonte zugleich, er habe „immer Verständnis“ für Grenzkontrollen, doch gelte: „Schengen muss funktionieren“.

Hintergrund: Asylpakt und EES als neue Instrumente

Hintergrund der Forderung ist nach Angaben der EU-Kommission das Inkrafttreten des EU-Asylpakts in der kommenden Woche. Auch das neue Einreise- und Ausreisesystem (EES) trete in der kommenden Woche in Kraft. Die EU-Kommission hatte am Dienstag jene Mitgliedstaaten, die derzeit Binnengrenzkontrollen durchführen, aufgefordert, darauf zu verzichten.