Dubai, 30 Juni 2026

Seit rund vier Monaten blockiert der Iran-Krieg die Straße von Hormus und zwingt Reedereien sowie Golfstaaten dazu, Öl und Waren über Pipelines, Lastwagen und zum Teil über wiederbelebte Bahntrassen ans Mittelmeer zu bringen.

Die Straße von Hormus als Nadelöhr des Welthandels

Die Meerenge zwischen Iran und Oman ist der einzige Seeweg zum Persischen Golf und damit für mehrere arabische Golfstaaten der wichtigste Zugang zum Weltmarkt. Nach den erneuten gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran am vergangenen Wochenende hat Iran die Straße von Hormus erneut gesperrt. „Rund vier Monate dauert die weitgehende Blockade nun schon“, heißt es in der Recherche.

Dabei ist die Enge für den globalen Handel von enormer Bedeutung: Etwa ein Viertel des weltweiten Erdöltransports zur See läuft über die Straße von Hormus, insgesamt stammen mehr als 20 Prozent der Rohstoffexporte aus dieser Region. „Die niederländische Denkfabrik HCSS spricht vom ‚größten und komplexesten Energie-Schock der Geschichte'“, schildert die Quelle.