Berlin, 09 August 2026
Im Berliner Wahlkampf liefern sich SPD und CDU einen wachsenden Streit über die Enteignung großer Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen & Co., während die Finanzbranche vor rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen warnt.
Die Debatte über die Enteignung großer Wohnungskonzerne ist in der heißen Phase des Berliner Wahlkampfs wieder voll entbrannt. Auslöser ist der anhaltende Druck auf dem Wohnungsmarkt der Hauptstadt, wo steigende Mieten und ein knappes Angebot die politische Auseinandersetzung bestimmen. Befürworterinnen und Befürworter verweisen auf den erfolgreichen Volksentscheid zu Deutsche Wohnen & Co., der nach ihrem Verständnis den Weg für eine Vergesellschaftung geebnet hat.
Die SPD hat sich in dieser Frage hinter das Anliegen des Volksentscheids gestellt und betrachtet eine Enteignung als legitimes Mittel der Wohnungspolitik. Kritiker werfen der Partei jedoch vor, die rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken einer solchen Maßnahme zu unterschätzen. In der eigenen Koalition und im Rat der Stadt war das Thema bereits mehrfach umstritten, ohne dass es bislang zu einer endgültigen politischen Lösung kam.
