Bayer hat am Freitag eine Vereinbarung mit der US-Beteiligungsgesellschaft Apollo unterzeichnet und sichert sich dadurch drei Milliarden Euro Eigenkapital zur Verbesserung seiner Kapitalstruktur.

Mit der Transaktion reagiert der Konzern auf einen in diesem Jahr erhöhten Liquiditätsbedarf. Wie das Unternehmen mitteilte, steigert es durch den Deal seine finanzielle Flexibilität „angesichts des in diesem Jahr erhöhten Liquiditätsbedarfs durch Anleihefälligkeiten und Rechtsstreitigkeiten“. Die eingeworbenen Mittel sind Eigenkapital und sollen die Bilanz des Leverkusener Konzerns stärken.

Eckpunkte der Transaktion

Im Kern bringt Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva, sogenannte LARC-Produkte, in eine neu gegründete Gesellschaft ein. „Demnach erhalten von Apollo verwaltete Fonds und Tochtergesellschaften eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva (LARC) einbringt“, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Apollo erhält damit keinen Mehrheitsanteil, sondern eine Beteiligung im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich, wie aus den Angaben hervorgeht.