Der Leverkusener Bayer-Konzern fasst sein gesamtes US-Geschäft mit dem Unkrautvernichter Glyphosat in einer neuen Gesellschaft namens Ruveon mit Sitz in St. Louis, Missouri, zusammen und reagiert damit zugleich auf eine seit Jahren anhaltende Klagewelle sowie auf einen jüngsten Sieg vor dem Obersten Gerichtshof der USA.

Neuordnung des US-Geschäfts

Wie der Konzern am Mittwoch in Leverkusen mitteilte, soll die neue Einheit alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts verantworten – von der Preisgestaltung über die Produktion bis hin zur Logistik. Ziel sei es, das Geschäft „optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Marktes auszurichten“, erklärte Bayer. Ruveon bleibe Teil des Bayer-Konzerns und werde in St. Louis, im US-Bundesstaat Missouri, angesiedelt.

Mit der Ausgründung will Bayer nach eigenen Angaben schneller auf den Wettbewerb durch Nachahmerprodukte reagieren können. Bayer begründete den Schritt damit, dass Ruveon eigenständig agiler handeln und damit der spezifischen Wettbewerbsdynamik in dem durch Nachahmerprodukte geprägten Markt besser begegnen könne. Die bislang für das US-Glyphosatgeschäft zuständigen Produkt- und Vertriebsteams wechseln vollständig zu Ruveon.