Die russisch installierten Behörden auf der Krim haben am Freitag den Ausnahmezustand ausgerufen, nachdem ukrainische Drohnenangriffe die Energieinfrastruktur und Treibstoffversorgung der Schwarzmeer-Halbinsel schwer beschädigt haben.
Hintergrund der Krise
Wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete, verkündete der von Moskau ernannte Gouverneur Sergej Aksjonow den Ausnahmezustand am Freitag. Nach seinen Angaben ist die Maßnahme dazu gedacht, die wirtschaftlichen Probleme auf der Halbinsel in den Griff zu bekommen, die sich in den vergangenen Wochen massiv zugespitzt haben. Konkrete Details zum Geltungsbereich und zu den Befugnissen der Sicherheitskräfte wurden zunächst nicht genannt.
Bereits am Donnerstag war der Verkauf von Treibstoff an Privatpersonen und an Firmenfahrzeuge auf der Krim gestoppt worden. Die Behörden begründeten den Schritt mit Engpässen an den Tankstellen und logistischen Schwierigkeiten bei der Versorgung der Halbinsel. Mehrere Berichte aus der Region deuten darauf hin, dass die Lagerbestände an Benzin und Diesel seit Tagen knapp sind.
