Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland ist im Mai auf den niedrigsten monatlichen Wert seit dem Pandemie-Jahr 2020 gesunken.

Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden im vergangenen Monat rund 5.600 Erstanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registriert. Das sind etwa 30 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. Bereits im April war die Zahl mit 6.144 Anträgen deutlich unter dem Vorjahresniveau geblieben.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. „Die Migrationswende setzt sich fort“, erklärte er. Es bleibe das Ziel der schwarz-roten Bundesregierung, „die Migration wirksam zu ordnen und die Belastungen weiter zu reduzieren“.

Rückgang der Gesamtzuwanderung

Das Statistische Bundesamt meldete parallel einen Rückgang der Gesamtzuwanderung. Im vergangenen Jahr kamen demnach rund 1,48 Millionen Menschen nach Deutschland – 13 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Ohne die Pandemie-Jahre 2020 und 2021 war das der niedrigste Wert seit 2014.