Die Nettozuwanderung nach Deutschland ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf 235.000 Menschen zurückgegangen, wie aus neuen Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht.

Insgesamt verzeichnete die Behörde rund 1,48 Millionen Zuzüge nach Deutschland, ein Minus von 13 Prozent gegenüber 2024. Gleichzeitig sank die Zahl der Fortzüge leicht um etwa zwei Prozent auf 1,25 Millionen. Der daraus resultierende Wanderungssaldo fiel damit deutlich geringer aus als in den Vorjahren.

Als eine wesentliche Ursache für den Rückgang nannten die Statistiker die geringere Zuwanderung aus den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden. So kamen aus Afghanistan 41 Prozent weniger Menschen als noch 2024. Auch aus Syrien, einem weiteren wichtigen Herkunftsland, gingen die Zahlen zurück.

Rückgang auch aus EU-Staaten

Nicht nur die Zuwanderung aus Asylherkunftsländern war rückläufig. Auch aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union zogen weniger Menschen nach Deutschland. Besonders deutlich war der Rückgang bei Zuzügen aus Polen und Bulgarien. Insgesamt ergab sich im Verhältnis zu den anderen EU-Staaten ein negativer Saldo: Rund 54.000 mehr Menschen verließen Deutschland in Richtung anderer EU-Länder als von dort einwanderten.