Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hat bei einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt gegeben, dass die Asylanträge in Österreich im ersten Halbjahr 2026 um 44 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gesunken sind.

Laut Innenministerium wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 4.903 Asylanträge in Österreich registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch rund 8.800 Anträge. Damit liegt die Zahl der Anträge nach Angaben des Ministeriums auf dem niedrigsten Stand seit etwa 23 Jahren. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) stellte den Antragszahlen bei einer Pressekonferenz am Dienstag den mehr als 7.000 Außerlandesbringungen und Abschiebungen im ersten Halbjahr gegenüber.

Rückgang auf niedrigsten Stand seit rund 23 Jahren

Der Minister zog daraus eine weitreichende Bilanz: „Erstmals seit über 20 Jahren seien mehr Menschen abgeschoben worden als neue Asylanträge gestellt wurden, sagte Karner. Zudem sprach er einmal mehr von einer 'Minuszuwanderung', die es abzusichern gelte. Konkret stehen laut Ministerium 2.000 Erstanträgen 2.200 Personen mit Asylbezug, die Österreich verlassen haben, gegenüber.