Der niederländische Chipausrüster ASML weist den Vorwurf der US-Regierung zurück, eines seiner fortschrittlichsten Lithografiesysteme sei unter Verstoß gegen Exportauflagen nach China gelangt, und hat nach Angaben des Unternehmens intern einen Krisenmodus ausgerufen.
Der Vorwurf aus Washington
Howard Lutnick hatte im April Bedenken geäußert, dass eine EUV-Lithografie-Anlage von ASML unter Verletzung der von den USA geführten Exportbeschränkungen nach China gelangt sein könnte. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen berichtete, wirft die US-Regierung dem niederländischen Hersteller vor, die Behörden „in böser Absicht getäuscht“ zu haben. Unklar ist bislang, ob Washington Beweise für die Behauptung vorlegen kann und wie diese aussehen. Auch welche Informationen die US-Seite tatsächlich zufriedenstellen würden, ist nach Darstellung von Bloomberg offen.
