Die US-Regierung hat am 1. Juni 2026 neue Exportrichtlinien veröffentlicht, die die Lieferung modernster KI-Prozessoren an ausländische Niederlassungen chinesischer Firmen unterbinden.

Das Bureau of Industry and Security (BIS) des US-Handelsministeriums kommunizierte die neuen Vorgaben, die eine seit Mai 2025 bestehende Regelungslücke schließen. Diese Lücke war entstanden, als die Regierung von Präsident Donald Trump die Durchsetzung einer unter Joe Biden erlassenen Regel zum globalen Zugang zu KI-Chips aussetzte.

Die neuen Richtlinien erweitern die Exportbeschränkungen nun ausdrücklich auf Unternehmen im Ausland, deren Mutterkonzern oder Hauptsitz in der Volksrepublik China ansässig ist. Bislang galten die Restriktionen vor allem für direkte Lieferungen nach China.

Betroffene Hochleistungschips

Von der Maßnahme betroffen sind insbesondere die fortschrittlichsten Prozessoren von US-Herstellern. Dazu zählen die Rubin- und Blackwell-Chips von Nvidia sowie die MI350x-Chips von AMD. Nvidia produziert die derzeit weltweit leistungsfähigsten Chips, die im Wettlauf um die Entwicklung künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle spielen.