Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat eine Reform der gesetzlichen Höchstarbeitszeit hin zu einer wöchentlichen Obergrenze gefordert, während der stellvertretende DGB-Vorsitzende Stefan Körzell vor einer Aufweichung des Acht-Stunden-Tags warnte.
In der Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes erhöht die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände den Druck auf die Bundesregierung. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sprach sich dafür aus, den heutigen Acht-Stunden-Tag durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit zu ersetzen, um flexiblere Modelle in den Betrieben zu ermöglichen. Aus Sicht der Arbeitgeberseite brauchen Unternehmen gerade angesichts des Fachkräftemangels mehr Spielraum bei der Gestaltung von Arbeitszeiten.
Position der Gewerkschaften
Die Gewerkschaften reagieren mit scharfer Kritik auf diesen Vorstoß. Der stellvertretende DGB-Vorsitzende Stefan Körzell sagte: "Wer den Acht-Stunden-Tag angreift, spielt mit dem Feuer." Aus gewerkschaftlicher Sicht ist der tägliche Acht-Stunden-Tag seit Jahrzehnten eine zentrale Säule des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz. Eine Umstellung auf eine reine Wochenregelung könnte nach Ansicht des DGB dazu führen, dass Beschäftigte an einzelnen Tagen deutlich länger arbeiten müssten.
