Stralsund, 06 Juni 2026

Eine Obduktion des an der dänischen Insel Anholt gestrandeten Buckelwals Timmy hat ergeben, dass das Tier einen Uterus besaß und damit weiblich war, obwohl Mitglieder der privaten Rettungsinitiative noch im April erklärt hatten, Timmy sei ein Männchen.

Die Rettungsinitiative hatte Mitte April öffentlich erklärt: „Wir sind uns sicher: Timmy ist ein Männchen.“ Die Obduktion am Strand von Anholt korrigierte diese Einschätzung nun. Wie aus der Untersuchung hervorging, verfügte der Kadaver über einen Uterus, womit das Tier eindeutig als weiblich identifiziert ist.

Versteckte Merkmale im Wal-Körper

Dass diese Bestimmung selbst für erfahrene Helfer nicht einfach ist, liegt an der Anatomie der Meeressäuger. Männliche Buckelwale tragen Hoden und Penis in einer Hautfalte im Inneren des Körpers, um beim Schwimmen wendiger zu bleiben. Weibliche Tiere besitzen ebenfalls eine Genitalfalte, die jedoch die Vaginalöffnung darstellt. Bei lebenden Tieren ist die Lage dieses Merkmals entscheidend: Beim Weibchen sitzt die Falte weiter hinten Richtung Schwanzflosse, beim Männchen weiter vorne am Bauch.