Das Arbeitsmarktservice AMS hat nach gesicherten Angaben über 18 Jahre hinweg etwa 250.000 Menschen zu wenig Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe ausgezahlt und muss die Summen nun selbst tragen.
Das österreichische Arbeitsmarktservice hat nach gesicherten Angaben bei der Berechnung von Leistungen beziehungsweise bei der Auszahlung von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe rund 250.000 Menschen zu wenig unterstützt. Die betroffenen Personen sollen die fehlenden Beträge nun zurückerhalten. Das AMS muss die Kosten dieser Nachzahlungen selbst stemmen.
Die fehlerhaften Berechnungen sind nach den verifizierten Informationen über einen Zeitraum von 18 Jahren entstanden. Damit handelt es sich nicht um einen einzelnen Zahlungsfehler, sondern um eine längere andauernde Beeinträchtigung bei der Leistungsgewährung. Wie viele Menschen in den einzelnen Jahren betroffen waren, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Ein Fehler über 18 Jahre
Die Korrektur betrifft zwei Leistungsbereiche: Arbeitslosengeld und Notstandshilfe. Bei beiden Bereichen wurden den Betroffenen nach den vorliegenden Fakten zu geringe Beträge ausgezahlt. Eine Aufteilung der rund 250.000 Fälle auf die beiden Leistungen oder eine Beschreibung der einzelnen Fehler ist nicht Bestandteil der verifizierten Informationen.
