Die Allianz hat eine Initiative gestartet, um die stark gestiegenen Kosten für Autoreparaturen zu drücken, und richtet ihre Forderungen sowohl an die Autoindustrie als auch an die Bundesregierung.

Hintergrund: Warum Ersatzteile immer teurer werden

Der Versicherungskonzern Allianz reagiert mit der Initiative auf eine Entwicklung, die Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland seit Jahren an der Werkstattrechnung spüren: Ersatzteile sind deutlich teurer geworden, und die Versicherer geben diese Mehrkosten über höhere Prämien an ihre Kundinnen und Kunden weiter. „Viele Autoersatzteile sind immens teuer geworden, für Besitzer und Versicherer gleichermaßen unerfreulich“, erklärte der Konzern laut dpa-Newskanal.

Ein besonders anschauliches Beispiel sind nach Berechnungen der Allianz die Scheinwerfer. Lag der Durchschnittspreis für einen Scheinwerfer demnach 2015 noch bei 708 Euro, ist er im vergangenen Jahr auf 1.251 Euro gestiegen. Je nach Marke und Modell könne ein einzelner Scheinwerfer heute mehrere Tausend Euro kosten, heißt es. Schätzungen des Konzerns zufolge werden in Deutschland jährlich rund 870.000 Scheinwerfer ersetzt.