Der Discounter Aldi Süd befürwortet in einem der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegenden Positionspapier die Einführung einer Zuckersteuer auf Softdrinks.
Was Aldi Süd konkret vorschlägt
Der Discounter Aldi Süd befürwortet in einem der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegenden Positionspapier die Einführung einer Zuckersteuer auf Softdrinks. Das Papier stammt nach Unternehmensangaben aus dem Juni und ist weiterhin aktuell. Zunächst hatte die "Lebensmittel Zeitung" darüber berichtet.
Aldi Süd argumentiert, eine solche Abgabe sei am wirksamsten, wenn keine zusätzlichen Einnahmen erzielt, sondern stattdessen alle Softdrinks reformuliert würden. In dem Papier heißt es wörtlich: "Den größtmöglichen Erfolg hat eine Abgabe dann, wenn gar keine zusätzlichen Mittel eingenommen und stattdessen alle Softdrinks reformuliert werden". Ziel sei es, "den Zuckerkonsum und das Süßempfinden in der Bevölkerung schrittweise zu senken – für ein besseres Leben ohne Genuss auf Genuss".
Das Unternehmen schlägt vor, die Abgabe direkt bei den Herstellern zu erheben, um einen Anreiz zur Zuckerreduktion bei Markenprodukten und Eigenmarken zu schaffen. Fruchtsäfte, Milchgetränke und pflanzliche Milchalternativen sollen ausgenommen werden. Die Einnahmen aus der Steuer sollen laut Aldi Süd ansonsten Präventionsprogrammen wie Sport- und Ernährungsbildung zugutekommen.
Pläne der Bundesregierung
Aldi Süd fordert zudem eine Übergangszeit von 18 Monaten, damit Rezeptänderungen bei möglichst vielen Produkten umgesetzt werden können. Damit reagiert der Discounter auf Pläne der Bundesregierung, die im Rahmen eines Sparpakets zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge eine Steuer auf gezuckerte Getränke einführen will. Das Bundesfinanzministerium bereitet nach eigenen Angaben einen entsprechenden Gesetzentwurf vor.
