Eine im Auftrag der Österreichischen Ärztekammer erstellte Studie zeigt, dass der Ausbau apothekenführender Arztordinationen helfen könnte, unbesetzte Kassenstellen in ländlichen Gebieten besser zu füllen.
Die Ärztekammer hat die Untersuchung in Auftrag gegeben, um Antworten auf die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Nachbesetzung von Kassenstellen außerhalb der städtischen Zentren zu finden. Demnach können Ordinationen, die neben ihrer ärztlichen Tätigkeit auch eine Hausapotheke betreiben, die Versorgung in Regionen stabilisieren, in denen sonst keine Anstellung gefunden wird.
In der Studie wird argumentiert, dass das Modell der apothekenführenden Arztordination sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Ärztinnen und Ärzte Anreize biete. Für Medizinerinnen und Mediziner erhöhe sich durch den zusätzlichen Betrieb einer Hausapotheke der Brutto-Betriebsüberschuss, was eine Niederlassung auf dem Land wirtschaftlich attraktiver machen könne. Für die Bevölkerung bedeute das kürzere Wege und eine verlässlichere Versorgung mit Medikamenten direkt in der Praxis.
