Niedergelassene Ärzte, Kliniken und die Gewerkschaft ver.di haben am Mittwoch in mehreren Bundesländern gegen die geplanten Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen protestiert und dabei Praxen geschlossen sowie Kundgebungen abgehalten.

Protest in Greifswald: Kinderärzte machen dicht

In Greifswald beteiligen sich nach Angaben des Kinderarztes Andreas Michel alle Kinderärzte an dem Ausstand. Sie behandeln nach eigenen Angaben rund 2.000 Patientinnen und Patienten pro Quartal. Michel warnte, bei sinkenden Honoraren müsse überlegt werden, welche Leistungen noch angeboten werden könnten. Er sagte: "Wenn wir weniger für die Behandlungen und vor allem für die Vorsorge bekommen, muss man sich überlegen, welche Leistungen noch angeboten werden können." Ergänzend erklärte er: "Gerade bei der Prävention zu sparen, wird sich in Zukunft sicher als kostspielig erweisen."