München, 02 Juli 2026

Mit dem Auslaufen des so genannten Tankrabatts in der Nacht zum 1. Juli 2026 sind die Preise für Super E10 und Diesel an deutschen Tankstellen sprunghaft gestiegen, während der ADAC jede sachliche Rechtfertigung für diesen Anstieg verneint.

Kritik des ADAC

Der Automobilclub ADAC hat die sprunghaften Preissteigerungen an den Tankstellen nach dem Ende der befristeten Steuerentlastung scharf kritisiert. „Aus unserer Sicht gibt es keinerlei Rechtfertigung für diese Preissteigerungen“, sagte Julian Häußler, Sprecher des ADAC Württemberg, dem SWR. Der Club verweist darauf, dass der Rohölpreis aktuell nicht steige und sich die politische Lage stabilisiert habe. „Es fahren auch schon wieder Tanker durch die Straße von Hormus“, so Häußler weiter.

Bereits am Dienstagmittag – und damit vor dem Auslaufen des Tankrabatts um Mitternacht – hatten Autofahrerinnen und Autofahrer nach Angaben des ADAC Preissprünge bis zu 24 Cent je Liter erlebt. Die Aufschläge am Dienstag fielen mit 20,3 Cent bei Super E10 und 24,0 Cent bei Diesel sogar noch höher aus als am Mittwoch selbst. Am Mittwoch verteuerte sich ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel zwischen 11:45 Uhr und 12:15 Uhr um 18,2 Cent auf 2,15 Euro, bei Diesel betrug der Aufschlag 20,4 Cent auf 2,11 Euro pro Liter.