Zwei tschechische Alpinisten, ein 32-jähriger Mann und eine 27-jährige Frau, sind am Wochenende am Großglockner in eine alpine Notlage geraten und nach einer Nacht im Notbiwak auf rund 3.700 Metern Seehöhe von der Bergrettung Kals gerettet worden.

Wie die Polizei berichtete, hatte der Mann am Morgen des 6. Juli 2026 um 7.45 Uhr über sein Mobiltelefon einen Notruf abgesetzt. „Der Mann hatte zuvor in der Früh einen Notruf über sein Mobiltelefon abgesetzt, berichtete die Polizei." Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die beiden bereits in einer prekären Lage hoch oben am Berg.

Die Alpinisten hatten sich Sonntagfrüh auf den Weg gemacht, um über den „Stüdlgrat" in Richtung Großglockner aufzusteigen. „Am Morgen des 5. Juli 2026 stiegen die beiden Alpinisten im Gemeindegebiet von Kals am Großglockner über den "Stüdlgrat" in Richtung Großglockner auf." Am frühen Nachmittag erreichten sie das sogenannte „Frühstücksplatzl" auf einer Höhe von 3.550 Metern.

Wetterumschwung am Frühstücksplatzl

Dort verschlechterte sich die Situation abrupt. „Zu diesem Zeitpunkt verschlechterte sich das Wetter durch einsetzenden Wind und Schneefall, wodurch die beiden nur noch schleppend vorankamen." Die beiden Alpinisten gerieten daraufhin in eine alpine Notlage, „von Wind und Schneefall überrascht".

Nach Einsetzen der Dunkelheit errichteten sie auf etwa 3.700 Metern Seehöhe ein Notbiwak und harrten dort bei Wind- und Schneesturm die Nacht über aus. Die Stunden in der Höhe, ohne ausreichend Schutz und unter widrigsten Bedingungen, stellten für die Erschöpften eine erhebliche Belastung dar.