Innerhalb eines einzigen Tages haben sich am Samstag in Osttirol vier schwere Alpinunfälle ereignet, bei denen mehrere Menschen teils lebensgefährlich verletzt wurden; die Rettungseinsätze zogen Bergretter, Notärzte und Hubschrauberbesatzungen aus mehreren Bundesländern in Anspruch.

Vier Einsätze an einem Tag

Die Bilanz eines einzigen Samstags in den Bergen Osttirols ist ernst: Vier teils schwerste Alpinunfälle hielten die Einsatzkräfte in Atem. Wie die Bergrettung mitteilte, ereigneten sich die Vorfälle im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol, am Großglockner sowie im Raum Lienz und führten zu mehreren Krankenhauseinlieferungen.

Den Auftakt bildete ein Vorfall im Landeggtal nahe dem Rabenstein-Gipfel. Eine 60-jährige Österreicherin war laut Bergrettung mit einer Begleitperson auf einer Radtour unterwegs, stieg ab und wanderte zu Fuß Richtung Rabenstein. Kurz unterhalb des Gipfels, wo leichte Kletterei nötig ist, hielt sich die Frau an einem großen Stein fest – dieser löste sich unter der Belastung und fiel ihr auf den Fuß. Die Alpinnotrufnummer wurde gewählt, ein Rettungshubschrauber brachte die Verletzte in das Bezirkskrankenhaus Lienz, wo eine schwere Verletzung diagnostiziert wurde.