Gerhard Zeiler hat sich in einem Pressegespräch offen für eine Übernahme der SPÖ-Spitze gezeigt und zugleich deutlich gemacht, dass er im Fall eines Wechsels an der Parteispitze zur aktuellen Bundesregierung stehen wolle.
Zeiler reagierte damit indirekt auf öffentliche Spekulationen, er könnte die Nachfolge von Andreas Babler an der Spitze der SPÖ antreten. Er wies zugleich Berichte zurück, wonach finanzielle Forderungen im Raum stünden. Die kolportierte Summe von 100 Millionen Euro oder Dollar bezeichnete er ausdrücklich als Maximalzahl aus einem Proxy Statement einer börsenotierten amerikanischen Firma an die US-Börsenaufsicht SEC. Im Wortlaut: „Die 100 Millionen sind eine Maximalzahl in einem Proxy Statement einer börsenotierten Firma in Amerika an die Behörde SEC."
Reaktion auf Spekulationen über Forderungen
Politisch stellte sich Zeiler klar hinter die bestehende Koalition, falls er die Parteiführung übernehme. „Ich glaube, dass jeder gut beraten ist, zu dieser Regierung zu stehen, aber wir müssen einige Dinge, die im Regierungsprogramm stehen auch abarbeiten: Stichwort Kinderbetreuung, Kassenarztverträge“, sagte er. Damit bezog er sich auf zwei konkrete Programmpunkte, die seit Amtsantritt der Regierung als noch nicht vollständig umgesetzt gelten.
